Schweizer Hüttenkäse
Schweizer Hüttenkäse
Neun Fakten über Hüttenkäse
Die Briten lieben ihren Cottage Cheese, wir lieben unseren Hüttenkäse. Weil er vielseitig einsetzbar ist, calciumreich ist und wegen seines hohen Proteingehalts u.a. gut sättigt.
1. So wird Hüttenkäse gemacht.
Hüttenkäse wird aus pasteurisierter Schweizer Magermilch hergestellt – und zwar so:
- Milchsäurebakterien und wenig Lab bringen die Milch zum Gerinnen.
- Eine Käseharfe zerschneidet den Bruch anschliessend in kleine Körner.
- Nach dem Auspressen der Molke wird der Käse mehrmals mit Wasser gewaschen. Das Wasser entfernt Säuren, Salze und einen Teil des Milchzuckers und verfestigt die Körner.
- Eine leicht gesalzene Mischung aus Schweizer Milch und Schweizer Rahm gibt dem Hüttenkäse seine typische cremige Konsistenz und sorgt für den gewünschten Fettgehalt.
2. Jede Menge Protein und Calcium
Hüttenkäse ist nicht nur kalorienarm, sondern auch reich an vielen Nährstoffen, die der Körper täglich braucht. Dazu gehören Calcium und wertvolles Protein. Das ist ein super Hungerstopper, weil es gut und lange sättigt und dazu deinen Muskelaufbau unterstützen kann.

Muskelaufbau – das brauchst du dafür.
3. Hüttenkäse selber machen?
Wir lieben Selbermachen und bei vielen Milchprodukten klappt das auch wunderbar (und macht Spass!). Beim Hüttenkäse … nicht. Hier also unsere Empfehlung: Kaufen statt Selbermachen.

Hüttenkäse selber machen?
4. Vielseitig in der Küche
Hüttenkäse kann in der warmen und kalten Küche verwendet werden und schmeckt sowohl süss als auch salzig. Warm zum Beispiel gewürzt als Füllung für Gemüse oder Champignons, zum Überbacken, zu geschwellten Kartoffeln oder als cremige Pastasauce. Kalt als Garnitur für Salate, Suppen oder belegte Brote, als Zutat für Müesli und Desserts oder zu Beeren und Früchten. Tipp: einfach pur oder mit ein paar Kräutern oder Gewürzen als Snack geniessen.
5. Wer hats erfunden?
Hüttenkäse hat keinen klaren "Erfinder" oder ein einzelnes Ursprungsland. Schon vor über 5’000 Jahren soll es erste Ursprünge des Produkts in Ägypten und Griechenland gegeben haben. Der Legende nach ist er zufällig entstanden, als Reiter Milch in ihren warmen Satteltaschen transportierten. Als sie ankamen, war nicht mehr Milch in den Taschen, sondern Hüttenkäse.
Hüttenkäse im heutigen Sinne wurde besonders im 19. Jahrhundert in Nordamerika standardisiert und industriell verbreitet. Hier erlangte auch der Begriff "Cottage Cheese" Bekanntheit. Dieser bezieht sich auf die einfachen englischen Landhäuser ("Cottages"), in denen der Frischkäse traditionell aus überschüssiger Milch nach dem Buttern hergestellt wurde. Man kann also sagen: Die moderne Form von Cottage Cheese entwickelte sich in den Vereinigten Staaten, basierend auf älteren europäischen Traditionen. In der Schweiz wird Hüttenkäse erst seit den 70er-/80er-Jahren hergestellt.
Schweizer Naturtalent
Im Handel findest du fast ausschliesslich Hüttenkäse aus Schweizer Milch. Gut so, denn ...
- Bei Hüttenkäse aus der Schweiz ist der kurze Transportweg garantiert.
- Es gelten bei der Herstellung strikte Qualitätsstandards.
- Bei der Haltung der Kühe gilt die Schweizer Tierschutzgesetzgebung, übrigens eine der strengsten der Welt. Der verbindliche Branchenstandard swissmilk green sorgt für zusätzliches Tierwohl und ist ein gemeinsames Qualitätsversprechen der Schweizer Milchwirtschaft.
- Du unterstützt so die für die die Schweizer Milchproduktion charakteristischen Familienbetriebe.
6. Was ist der Unterschied zum Cottage Cheese?
Auch das will noch geklärt werden: Ja, "Cottage Cheese" heisst nicht nur übersetzt "Hüttenkäse", beide meinen auch ein- und dasselbe Produkt. Bekannt ist bei uns auch die Bezeichnung "körniger Frischkäse" und vielleicht hast du auch schon einmal das Italienische "Fiocchi di latte" gehört ...
7. So lagerst du Hüttenkäse richtig.
Gewusst: Hüttenkäse gehört – wie andere Milchprodukte auch – in die mittleren Fächer des Kühlschranks. Hier herrscht die richtige Temperatur von 4–5°C. Nach dem Öffnen solltest du den Hüttenkäse innerhalb weniger Tage aufbrauchen. Das Produkt ist noch verschlossen, aber das Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen? Dann musst du Hüttenkäse nicht sofort wegwerfen. Bei gutem Aussehen, Geruch und Geschmack kannst du ihn nach wie vor bedenkenlos geniessen. Du kannst Hüttenkäse übrigens auch einfrieren. Nach dem Auftauen ist die Konsistenz allerdings verändert und er eignet sich eher zum Kochen und Backen.
8. Hüttenkäse auch ohne Laktose
Hüttenkäse enthält Milchzucker. Deshalb unser Rat, falls du an Laktoseintoleranz leidest: Teste, in welcher Menge du das Produkt gut tolerierst. Beim Grossverteiler gibt es auch laktosefreie Hüttenkäsesorten.

Laktose in Milch und Milchprodukten
9. 2-3 Portionen – heisst die Formel.
2-3 Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag gelten für Erwachsene als ideal. 150-200g Hüttenkäse entsprechen einer Milchportion.

Ins Glas geschaut: Ist Milch gesund?
Milch fürs Ohr
Abonnier den Swissmilk-Podcast auf Spotify, Apple Podcast oder Deezer.





















